Metro Awakening VR - Ein Albtraum in den Tiefen der Metro
Artikel erstellt von:Meine Hardware: Meta Quest 3, kabellos über PC-VR, AMD Ryzen 9 7900 und NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB VRAM.
Mein Fazit: Ein intensives, atmosphärisches Horror-Erlebnis, das mich nicht mehr losgelassen hat - wäre da nicht eine frustrierende Passage gegen Ende.
Willkommen in der Dunkelheit
Nach meinem Ausflug in die virtuelle Realität mit Half-Life: Alyx wollte ich wissen, wie sich ein anderes großes VR-Abenteuer schlägt. Mit Metro Awakening VR ging es für mich tief unter die Erde - in eine Welt, in der Dunkelheit, knappe Ressourcen und die ständige Angst vor dem nächsten Schrecken zum Alltag gehören.
Gespielt habe ich über SteamVR mit meiner Meta Quest 3. Mein Eindruck war schnell klar: Dieses Spiel setzt weniger auf das Gefühl, eine beeindruckende neue Welt zu entdecken, sondern vielmehr darauf, mich in eine beklemmende Situation zu versetzen, aus der ich möglichst lebend wieder herauskommen möchte.
Mit meinem Ryzen 9 7900 und der RTX 5060 Ti lief das Spiel in meinem Setup flüssig und ohne auffällige Performance-Probleme. Damit konnte ich mich voll auf das konzentrieren, was Metro Awakening VR ausmacht: die Atmosphäre und das Gefühl, ständig in Gefahr zu sein.
Überleben in den Tunneln
Wer die Metro-Reihe kennt, weiß, dass es unter der Erde alles andere als gemütlich zugeht. Auch in VR bleibt dieses Gefühl erhalten – für mich wirkt es durch die unmittelbare Perspektive sogar noch intensiver.
Ich spiele Serdar, einen Arzt, der sich auf die Suche nach lebenswichtigen Medikamenten für seine Frau macht. Was zunächst nach einer persönlichen Mission klingt, führt immer tiefer in die düsteren Tunnel und die Gefahren der Metro.
Besonders gelungen finde ich die kleinen Interaktionen, die den Überlebenskampf greifbar machen. Die Gasmaske aufsetzen, das verschmutzte Visier reinigen oder die Taschenlampe mit ihrem Ladegerät wieder mit Energie versorgen: Das sind Handgriffe, die ich selbst ausführen muss, statt sie nur als Animation zu beobachten.
Genau solche Momente machen für mich den Unterschied. Ich stehe nicht einfach vor einer dunklen Tunnelkulisse. Ich muss selbst dafür sorgen, dass ich sehen kann und für die nächste Gefahr gewappnet bin.
Jeder Schatten könnte eine Gefahr sein
Das Gameplay setzt stark auf Erkundung, Schleichen und Survival-Horror. Munition ist knapp, weshalb ich mir gut überlegen muss, wann ich kämpfe und wann es besser ist, unentdeckt zu bleiben.
Auch die Waffen passen hervorragend zur heruntergekommenen Welt. Sie wirken improvisiert und alles andere als komfortabel. Beim Zielen ist Konzentration gefragt, und in hektischen Situationen steigt der Druck spürbar.
Was mich aber besonders gepackt hat, ist die Soundkulisse. Aus der Dunkelheit dringen Geräusche, irgendwo knarrt etwas, und manchmal ist nicht sofort klar, ob sich tatsächlich eine Gefahr nähert oder ob meine Fantasie gerade mit mir durchgeht.
Die räumliche Klangwiedergabe über mein Quest-3-Setup verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich aufmerksam in die Dunkelheit gelauscht habe, bevor ich mich weitergewagt habe.
Für mich funktioniert genau das hervorragend: Das Spiel muss nicht ständig etwas zeigen, um Spannung aufzubauen. Oft reicht schon das Gefühl, dass dort draußen etwas sein könnte.
Die Schleichpassage, die mir den letzten Nerv geraubt hat
So sehr mich Metro Awakening VR über weite Strecken überzeugt hat, einen Abschnitt werde ich wohl nicht so schnell vergessen - und zwar nicht unbedingt im positiven Sinne.
Gegen Ende wartet eine längere Schleichpassage, die bei mir für ordentlich Frust gesorgt hat. Wenn ich es nicht geschafft habe, den entscheidenden Punkt zu erreichen, musste ich den Abschnitt erneut von vorne angehen.
Das Problem war für mich nicht einmal, dass das Spiel an dieser Stelle schwierig wird. Herausforderungen gehören schließlich dazu, gerade in einem Survival-Horror-Spiel. Was mich gestört hat, war die Länge des Abschnitts in Verbindung mit der fehlenden Möglichkeit, nach einem Teilstück wieder einzusteigen.
Wenn man bereits eine ganze Weile vorsichtig vorgegangen ist und dann scheitert, fühlt sich der erneute Versuch unnötig bestrafend an. Ein zusätzlicher Kontrollpunkt hätte hier meiner Meinung nach viel bewirkt.
Leider hat dieser Abschnitt meinen Spielfluss deutlich unterbrochen. Nach all der Spannung und Atmosphäre war das ein Moment, in dem aus Nervenkitzel schlicht Frust wurde.
Mein persönliches Fazit
Metro Awakening VR hat mir gezeigt, wie wirkungsvoll Survival-Horror in der virtuellen Realität sein kann. Die düsteren Tunnel, die gelungenen Interaktionen und die intensive Geräuschkulisse sorgen dafür, dass ich mich mitten in diesem Albtraum wiederfinde.
Mit meiner Meta Quest 3 und dem PC-Setup hat das Spielerlebnis technisch ebenfalls überzeugt. Vor allem die Kombination aus Erkundung, knapper Munition und der ständigen Unsicherheit, was mich hinter der nächsten Ecke erwartet, hat mich gepackt.
Ganz ohne Kritik bleibt das Abenteuer für mich allerdings nicht. Die lange Schleichpassage gegen Ende war unnötig frustrierend und hat das ansonsten starke Erlebnis ein wenig getrübt.
Trotzdem überwiegen für mich klar die positiven Eindrücke. Wer düstere Geschichten, Survival-Horror und intensive VR-Erlebnisse mag, sollte Metro Awakening VR definitiv auf dem Schirm haben.
Mein Fazit: Ein beklemmendes und intensives VR-Abenteuer, das mich tief in die Metro gezogen hat - auch wenn mich das Spiel gegen Ende noch einmal ordentlich auf die Probe gestellt hat.
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